Eifelkatzen hassen

30 Mai

Wir waren über Pfingsten in der Eifel. Zwei Traumpfade an zwei Tagen reichen völlig aus, zwei Terrier platt zu machen. Jetzt schleichen sie daher und schnappen nur ab und an mal nach einer Fliege. Morgen ist der Frieden wieder vorbei, dann sind sie wieder fit wie ein nagelneuer Turnschuh. Genießen wir das Jetzt…

Der Bergheidenpfad war der schönste Weg des Jahres. Oder auch der letzen zwei Jahre. Einfach super. Blühender Ginster, Wacholderbüsche, -bäume, knorrige Stämme, endlose Weiden und Wiesen, praktisch kein Auto, auch keine Leute, nur Vogelgezwitscher und Frühlingsdüfte nach frischgemähtem Gras und Blüten, dazu dieser stete warme Wind -  herrlich. Da ich zu faul war, die Fototasche mitzuschleppen (das Wasser für Mensch und Hund wog schon so schwer in der Hitze), kann ich  hier nur einen Link setzen (es war viel schöner als auf den Fotos dort) und die 3D-Simulation mal einstellen:

Zuhause (im Pfingst-Feriendomizil) wieder angekommen, dachten wir nur noch an kühle Getränke, Essen, Füße hoch, Aussicht auf der Terrasse genießen im letzten Sonnenlicht des Abends, Fernsehen…

Doch der Frieden währte nicht allzulang, denn wenn sich die weißbraune Eifelkatze dem Haus auf zweihundert Meter nähert, dann ist Krieg. Und nur gut, dass die Terrier den praktischen “Handgriff” (=Rute) haben, da kann man sie noch packen, bevor sie mitsamt der verschreckten Katze z.B. unter einem Berg Bauschutt verschwinden. Wenn man schnell ist. Und ich war schnell. Hab ich auch noch hingekriegt. Die Terrier nach Hause bugsiert, ins Wohnzimmer gesperrt, ignoriert. Bestimmt eine ganze Stunde lang…

Jetzt bin  ich platt.

Kleiner Otter

23 Mai

Gestern Abend am Rhein haben wir Lara, in einem Anfall geistiger Umnachtung, frei laufen gelassen. Vorher ganz friedlich am Ufer, war sie – zack! – im Gebüsch verschwunden und entfernte sich mit jedem etwaigen Rufen weiter. Dann tauchte sie plötzlich am Strand wieder auf, in der Nähe von zwei Gänsen. Gänse! In meinem Fluss! Geht gar nicht! Also hingerast, ins Wasser gestiefelt. Nun können Gänse ganz gut schwimmen, und diese beiden schwommen Lara natürlich einfach davon. Das hält aber einen echten Jagdwelsh nicht ab. Entschlossen verfolgt sie die Gänse, spürt kurz (huch), dass kein Boden mehr unter den Pfoten ist, strampelt und schwimmt aber tapfer weiter.

Wir laufen aufgeregt am Ufer hin und her, der Rhein ist ja für seine gefährliche Strömung berüchtigt, und sie ist ein winziger 6-Kilo-Hund…

Vielleicht aus Mitleid mit uns (haha, selten so gelacht), vielleicht, weil es ihr doch etwas unheimlich wurde im tiefen Rhein, ist Lara dann schließlich wieder aufs Ufer zu geschwommen, direkt in unsere rettenden Arme.

Aber das Bild, wie ihr kleines Köpfchen aus dem Wasser ragt, während sie den großen Fluß durchpflügt wie ein kleiner Otter, verfolgt mich.

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Abend am Rhein

14 Mai

Es ist doch ganz erstaunlich, dass man direkt am Rhein wohnen kann und trotzdem nur selten hingeht. Heute kamen wir mal wieder auf die Idee – und die kam richtig gut an. Beach-Day in Köln – großartig! Rocky war so begeistert, dass ich fast schon Angst hatte, die berüchtigte Rhein-Strömung könnte ihn erwischen. Ist aber gut gegangen.

Karnickel gibts hier natürlich auch jede Menge, man siehts den beiden an: WITTERUNG…

Der Heimweg ist durch eine wahre Kathedrale von Bäumen, am Ufer entlang anzutreten.

Und von unserem Autoparkplatz aus sah man noch die letzten Kräne des Niehler Hafens. Sehr romantisch. Alle waren sehr zufrieden. Vor allem dann, als alle satt und vollgefressen (zwei waren vollgefressen UND stinken außerdem stark nach Fluss ;-) ) dann den Fernseher angemacht hatten…

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Süßer Schlummer

3 Mai

Es gibt doch kaum etwas Tröstlicheres als zwei Welshen, die im Schlaf seufzen, knurren, mit geschlossener Schnauze bellen, schnaufen und schließlich mit der Pfote über der Nase oder in die Decke gestemmten Beinen weiterschlafen.

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Kommentare

24 Apr

WordPress hat die Kommentarfunktionen verändert. Wenn man  kommentieren UND seinen Gravatar behalten möchte, muss man sich bei WordPress anmelden.

Darüber regen sich viele Blogger auf, wir auch.

Wir werden deshalb mittelfristig zu einer eigenen Domain umziehen – das geben wir natürlich noch bekannt und setzen einen Link. Freiheit für alle Kommentare!

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Frühlingswiese

15 Apr

Hühner

15 Apr

Friedliche Eifel, die Hunde sind glücklich,wir traben an einem Bächlein entlang, die Abendsonne scheint. Plötzlich ist Rocky links in einem der Gärten verschwunden. Als Tor sind dort mehrere Wagenräder mit Ketten abgeschlossen, für Menschen ist kein Durchkommen. Wir sphinxen in den Garten – auweia, ein Hühnerstall aus Maschendraht, und drinnen laufen die preisgekrönten Legehennen aufgescheucht herum, weil ein Terrier um den Stall herumrennt und jetzt, o Gott, fängt die Krampe auch noch an, die Zähne in den Zaun zu schlagen! Jetzt hängt er an den Zähnen im Draht – und jetzt versucht er, den Zaun mit aller Macht aufzureißen! Gacker, gacker,gacker,  kratz und zerr, wir kreischen, flöten, locken – es geht so weiter! Jeden Augenblick können die Leute aus dem Haus kommen, jeden Moment kann die Töle ein Loch in den Zaun und dann ins Huhn reißen (K. geht im Geiste schon die Kosten für den Zaun, die Preishühner, den erlittenen seelischen Schaden durch) – ich stehe da mit  der anderen kleinen Krampe an der Schleppleine, die jetzt zur Unterstützung anfängt zu kläffen. Als nichts hilft, schafft es K. schließlich, sich durch die Wagenräder durchzuzwängen, in den Garten einzubrechen und den Kollegen Ry am Geschirr zu packen und herauszuziehen. Wie durch ein Wunder ist niemand gekommen, aber auf der nächsten Weide arbeiten Männer im Blaumann, und morgen weiß es mit Sicherheit das ganze Dorf.

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Kong-Tag

11 Mar

Terrierlangeweile. Kissen über den Boden geschleift. Nudeln aus dem Mülleimer in der Küche (der versehentlich aufgeklappt war) gezerrt. Rocky angekläfft. Lara zurück angekläfft. An der Wand entlang gerieben und den schwarzen Streifen, den wir auf Kniehöhe in der ganzen Wohnung haben (im Sommer alles frisch gestrichen!)  nachgedunkelt. Napf gecheckt. Altes Ziemerstück durch die Luft geschleudert. Also Kongs mit Lieblingsgouda befüllt und dann für eine halbe Stunde: heilige Ruhe. Bis R. anfängt, seinen Kong auf den Boden zu donnern, damit der Käse endlich rausfällt. Tut er aber nicht. R. gibt entnervt auf. Seufzer. Hat L. wieder mal die bessere Füllung?

Obere Reihe: Rocky
Untere Reihe: Lara

Zufallsblick ins Schlafzimmer

9 Mar

Abend. Auf den Nachttischen steht schon je ein frisch befülltes großes Wasserglas bereit. Auf dem großen Körbchen liegt schon mal Rocky, langgestreckt und wartet, dass endlich alle kommen. Ich sehe von meinem Schreibtisch aus ins Schlafzimmer. R. hebt den Kopf, sieht sich um. Wo bleibt ihr alle?  R. schmatzt, hat wohl Durst – vermutlich vom Gute-Nacht-Ziemer eben im Wohnzimmer. Er steht auf, stapft zielstrebig übers Bett auf den ersten Nachttisch zu und schlappt erstmal Wasser aus dem großen Glas. So selbstverständlich – war das wirklich das erste Mal? Eher nicht, wenn man realistisch ist und R. kennt. Großes Igitt (mal wieder).

Direkt am nächsten Tag neuen, schicken Napf bestellt. Der motiviert hoffentlich, nur noch daraus zu trinken. Und am Bett stehen nur noch Wasserflaschen mit Schraubverschluss . . .

Der ekligste Tag des Jahres

19 Feb

Rocky hat sich heute selbst übertroffen – man, war das eklig.

Aber der Reihe nach:

Wir waren mal wieder im Wald. Und als allererstes hat Rocky schon mal den Haufen, von dem ich ihn gestern (mit Mühe) noch wegscheuchen konnte, doch  noch gefressen. Und das war keine Hundescheiße. Mm, lecker, einen Tag länger abgestanden, ganz prima. Dann, den Weg entlang, einen Pferdeapfel obendrauf – geschenkt.

Ein Stück weiter runter kommt der See. Taja, die Windhündin kam und es ging mal wieder über Stock und Stein, eigentlich ist das ja auch super. Ein klitzkleines Problemchen war, dass der See schon so halb aufgetaut ist mittlerweile und Rocky das natürlich nicht begreift, dass man (als Hund)  an manchen Stellen Halt hat, an anderen nicht. Egal, die beiden waren auf dem See, drumherum, Hügel rauf und runter. Ich dachte schon, ich muss mit meiner Erkältung da irgendwann reinstiefeln und den Hund retten, aber die Nummer blieb uns immerhin erspart.

Eine andere aber nicht. Mitten auf dem zugefrorenen Teil des Sees, hatte jemand Meisenknödel deponiert. Wer macht sowas? Für die nichtvorhandenen Enten? Jedenfalls kam Taja – für sie auch eher ungewöhnlich – zurück zu ihrem Frauchen und Rocky blieb auf dem See. Er zerrte an etwas, fraß was und wir kamen natürlich nicht ran. Im Nachhinein war klar: der Hund hat sich den/die Meisenknödel reingezogen. Immerhin ohne das grüne Netz, was da immer drum ist.

An dem Punkt war schon klar, dass das verdauungstechnisch nicht gut gehen würde, aber wir hatten unseren Waldspaziergang ja gerade erst begonnen. Also weiter.

Rocky merkte man gar nichts an, die Hunde liefen und gruben, alles wie immer. Nach der Runde dann ab ins Auto und zurück nach Hause. Kurz vor unserem Parkplatz zu Hause kotzte Rocky dann ins Auto. Ein Riesenschwall aus Scheiße, verflüssigtem Meisenknödel und irgendwelchen Stücken, deren Herkunft unklar ist, ergoss sich auf den Rücksitz. Alles nur zum Teil auf die Hundedecke, das meiste in die Ritze zwischen Rücksitz und Seitenwand.

Ein Gestank, dass ich tatsächlich sofort anhalten, die Hunde rausholen musste, die Decke auf der Stelle rausgezogen und weggeworfen habe – ein Riesen-Super-Extremst-Igitt. Und Rocky hatte dann auch noch in der ganzen Würgerei zwischendrin an der Lache geleckt, krass, krass, krass.

Gut, dass ich, echt durch Zufall, am Samstag noch neue Gummihandschuhe gekauft habe. Auto gereinigt (würg!) und zuhause hat R. dann direkt nochmal dasselbe aufs Parkett und den Eingangsteppich praktiziert.

Jetzt läuft die Waschmaschine mit dem kleinen Teppich, es stinkt nach Desinfektionsmittel, der Hund liegt im Korb und fühlt sich nicht und wir Menschen versuchen – ganz dringend – den Vorfall zu vergessen. Wenigstens den Teil, den wir wegputzen mussten.

Und das Allerschlimste: Er wird aus Schaden nicht klug. Morgen macht er’s bestimmt wieder.

R I E S E N S E U F Z E R .

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